Die Festplatte im Internet – Vorteile und Risiken
Inzwischen gibt es eine ganze Menge Anbieter, die Speicherplatz im Internet anbieten, bis zu einem gewissen Rahmen sogar völlig kostenfrei. Hier können Sie ihre Daten abspeichern und gehen selbst bei einem Festplattencrash ohne vorhandenes Backup kein Risiko eines Datenverlusts ein. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, vor allem, da man auf diese Daten von jedem Computer aus zugreifen kann, wenn man im Besitz der Zugangsdaten ist. Der Zugriff ist auch je nach Anbieter nicht alleine auf den Computer und das Notebook beschränkt, vielfach ist auch problemlos ein Zugriff über iPhone, Blackberry oder Smartphone möglich, was den Nutzen für einige Anwender noch deutlich vergrößert.
Das Risiko ist jedoch, daß jeder, der Zugriff auf Ihre Zugangsdaten bekommt, sei es durch Unvorsichtigkeit oder auch durch Eindringen in Ihren Computer, beispielsweise durch einen Trojaner, auch an diese Daten kommen kann. Hat man jedoch die Daten im Internet verschlüsselt abgelegt, bedeutet dies auch kein Risiko.
Da jedoch je nach Art und Relevanz der abgespeicherten Daten dieses Risiko unterschiedlich zu bewerten ist, muss jeder für sich überlegen, ob für ihn die Vorteile oder das Risiko überwiegen. Nachfolgend stelle ich hier einige Anbieter mit Details vor, wobei die Reihenfolge nach Größe des Internet-Speichers sortiert ist und keine Wertung bedeutet.
ADrive - www.adrive.de Dieser Anbieter stellt mit 50 GB kostenlosem Speicher recht viel Platz zur Verfügung. Einschränkung: Die Größe der einzelnen Dateien ist auf 2 MB beschränkt. In der kostenlosen Version ist keine Einbindung als Laufwerk möglich, jedoch lassen sich die Dateien komfortabel im Browser mit der Maus hin und her verschieben. Auch können einzelne Dateien oder Ordner für andere Nutzer freigegeben werden.
SkyDrive - skydrive.live.com Dies ist ein Live-Dienst von Microsoft, der mit 25 GB auch recht reichlich bemessen ist. Hier ist die Dateigröße auf 50 MB beschränkt. Typischerweise ist dieser Speicher für Fotos vorgesehen, es können jedoch auch andere Dateien gespeichert werden. SkyDrive wird über den Internet-Browser bedient, kann jedoch auch als Laufwerk eingebunden werden.
Drive on Web - www.driveonweb.de Hier gibt es kostenlos 3 GB Speicher. Dieser kann gegen Bezahlung auch erweitert werden. Bedient wird auch dieses Angebot über den Webbrowser. Eine Einbindung als Laufwerk ist über ein kostenloses Programm auch möglich. Eine gezielte Freigabe von Daten für Freunde ist auch hier möglich.
MyDrive - www.mydrive.ch Von MyDrive werden Ihnen 2 GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt. Zugriffsberechtigung für andere Nutzer kann auf Ordnerbasis vergeben werden. Mit dem angebotenen Programm Web-DAV ist eine Einbindung als Laufwerk möglich. Ein weiterer Vorteil ist, daß beim Herunterladen von Dateien diese automatisch im zip-Format gepackt werden, was die Übertragung beschleunigt.
Dropbox - www.dropbox.com Dropbox bietet kostenlos 2 GB Speicher an, gegen eine monatliche Gebühr sind bis 100 GB möglich. Durch ein spezielles Zugangsprogramm ist ein Zugriff von von mehreren Computern gleichzeitig möglich, wobei alle angeschlossenen Computer über jeden Dateizugang sofort benachrichtigt werden. Damit ist eine Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt gut zu verwirklichen. Auch ist ein automatischer Datenabgleich zwischen dem festgelegten “Dropbox”-Ordner auf Ihrer Festplatte und dem Online-Speicher möglich.
Freedrive - www.freedrive.com Von Freedrive wird 1 GB Speicher zur Verfügung gestellt. Eine Nutzung durch Freunde ist mit einem einfachen Link möglich. Außerdem wird hier eine Sonderfunktion angeboten, alles was unter “Public Freedrive” gespeichert wird, ist für alle User im Internet zugänglich. Die maximale Dateigröße ist hier auf 20 MB beschränkt. Was nachteilig anzumerken wäre, ist eine recht häufige Werbeeinblendung, die sich störend bemerkbar macht.
Apple-Gründer Steve Jobs ist tot
Der Apple-Gründer und Firmenchef Steve Jobs starb gestern im Alter von nur 56 Jahren an seiner schweren Krebserkrankung. Jobs hatte sich bereits im August aus gesundheitlichen Gründen aus der Chefetage von Apple zurückziehen müssen und die Leitung an seinen Nachfolger Tim Cook abgegeben.
Damit geht für Apple, aber auch für die ganze Welt eine Ära zu Ende, auch wenn Jobs noch etliche Entwürfe für weitere Entwicklungen hinterlassen hat, bei denen man seine “Handschrift” vermutlich erkennen wird. Ohne ihn und seinen genialen Entwicklergeist hätten sich manche technische Neuerungen der letzten Jahre, wie MP3-Player, Smartphones und Tablet-PCs längst nicht so schnell etablieren können. Auch wenn er mit seiner Zielstrebigkeit und seinen Ideen oft auf Widerstand stieß und aneckte,ließ er sich doch nicht davon abbringen, seine Ideen zu entwickeln und auch auf den Markt zu bringen.
Nachdem Jobs 1985 nach internen Machtkämpfen das Unternehmen Apple verlassen hatte und sein eigenes Computerunternehmen NeXT Inc. gegründet hatte, entwickelte er weiter, kaufte u.a. Pixar Inc., ein Computer-Zeichentrickstudio auf, das z.B. 1995 erfolgreich den Film “Toy Story” produzierte und 2006 von der Walt Disney Company übernommen wurde.
1996 kehrte Jobs zu Apple zurück, daß zu diesem Zeitpunkt vor dem Abgrund stand. Unter seiner harten und teilweise kompromisslosen Führung mauserte sich das quasi bankrotte Unternehmen zu einem der stärksten Computer-Konzerne der Welt. Jobs arbeitete die ersten Jahre bei Apple für ein Jahresgehalt von einem Dollar, was ihm sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als schlechtest bezahlter Geschäftsführer einbrachte.
Apple muß Begehrlickeiten wecken, war sein Motto, nicht alleine Top-Leistung war sein Ziel, sondern das Besondere, nicht Alltägliche. Und die Kombination aus bahnbrechenden Entwicklungen und genialen Marketingstrategien brachten seine Produkte wie z.B. das Mac-Book, den Apple-iTunes-Store, iPod und iPhone und nicht zuletzt das iPad, den ersten und bisher immer noch leistungsfähigsten Tablet-PC auf den Markt.
Ohne Jobs wird Apple nicht mehr das selbe sein, aber durch seine vorausschauenden Entwicklungen, die er seinem Nachfolger mitgegeben hat, hoffen wir für die nächsten Jahre noch auf einige Neuerungen.
MMORPGs – Die neue Realität
Was vor über 4 Jahren mit World of Warcraft als einem der bekanntesten anfing, wird immer mehr zur neuen Online-Realität. MMORPGs (Massive Multiplayer Online-Role-Play-Games) sind Online-Rollenspiele mit einer Spielergemeinschaft von einigen zig-tausend bis zu etlichen Millionen Spielern in einer virtuellen Welt.
Diese Welt spielt oft im Fantasy-Bereich (mit Elfen, Drachen, Monstern etc.), inzwischen sind jedoch auch Science-Fiction-Welten mit großen Raumschlachten und auch virtuelle Realitäten im “normalen Leben”, Wirtschaftssimulationen etc. im Angebot. Große Onlinespiel-Entwickler bieten oft auch mehrere verschiedene Spiele an.
Viele dieser Spiele lassen sich einfach im Browser spielen, jedoch bieten die meisten auch einen Spiel-Client an, ein Programm, daß man frei herunterladen kann und daß im Prinzip als Browser mit gamespezifischen Zusatzfunktionen arbeitet. Die meisten dieser Spiele sind “kostenlos”, was bedeutet, daß man sie spielen kann, ohne dafür zu bezahlen.
Einige, wie z.B. World of Warcraft verlangen jedoch einen monatlichen Beitrag, und bei einigen muß man sich auch das Spiel für den Computer kaufen. Doch auch die kostenlosen Spiele bleiben auf Dauer selten kostenlos, es gibt in all diesen Spielen eine virtuelle Währung, die man braucht, um sich neue Waffen, Ausrüstungen oder ähnliches anzuschaffen und seinen Spielcharakter damit aufzuwerten.
Das Gold oder die entsprechende Währung kann man zwar auch mit den entsprechenden “Berufen” im Spiel verdienen, wer sich jedoch besondere Items, also hochwertige Werkzeuge, Waffen, Ausrüstung oder ähnliches anschaffen will und nicht ständig nur dafür arbeiten, sammeln oder ähnliches, nutzt oft das Angebot, diese virtuelle Währung auch mit realem Geld zu kaufen. Es ist möglich, die als kostenlos angebotenenen Spiele vollkommen ohne Einsatz von Geld zu spielen. Somit kann man erst einmal testen, ob einem das Spiel auch zusagt.
Natürlich ist es von den Spielemachern beabsichtigt, daß die Spieler reales Geld für das Spiel einsetzen. Das Programmiererteam und die Betreiber wollen ja auch daran verdienen, und die Serverfarmen, auf denen diese Spiele laufen, müssen bei der hohen Anzahl der User auch entsprechend leistungsfähig sein und auch das kostet. Und kein Unternehmen bringt solche Spiele nur für das Vergnügen der Spieler auf den Markt. Aber manche der “Hardcore-Gamer”, die diese Spiele als einziges Hobby haben, stecken 4- bis teilweise 5-stellige Summen in solch einen erstellten Spielcharakter.
Vor Beginn des Spielens sollte man sich die Regeln genau durchlesen, da oftmals ein Verstoß gegen die Regeln mit einer Sperrung des entsprechenden Accounts geahndet wird. Insbesondere die Anzahl der erlaubten Accounts bzw. Charaktere sind nicht immer gleich, bei manchen Spielen darf ein Account mit mehreren Charakteren/Figuren spielen, bei anderen ist explizit nur ein Spielcharakter pro Account und IP erlaubt. Auch sollte man darauf achten, ob man (wenn man z.B. genug von diesem Spiel hat, oder mit einem neuen Charakter von vorne beginnen möchte) den alten Account übertragen oder verkaufen darf. Bei einigen Spielen ist dies problemlos möglich, und gut entwickelte Charaktere werden teilweise für einige 100 Euro angeboten. Bei anderen Spielen ist dies jedoch absolut verboten.
Einige Spiele sind außerdem so konzipiert, daß sie sich bei aktivem Spiel über Jahre erstrecken, und durch regelmäßige Updates immer neue Aufgabenstellungen und Abenteuer bieten. Gegen stärkere Gegner kann man sich auch zu kleinen Gruppen zusammenschliessen, die meist nur für ein paar Kämpfe bleiben und danach, wenn die Beute verteil wurde, wieder aufgelöst werden. Und in den meisten Spielen verbindet man sich dauerhaft zu sogenannten Clans oder Gilden, die im Spiel dann wie eine große Familie zusammenhalten, und bei denen meist die schon erfahreneren Spieler den neueren Unterstützung und Beistand bieten. Manche dieser Clans haben auch ein eigenes Forum, zu dem oft jedoch nur die Clanmitglieder Zutritt haben. Hier findet man Informationen zu vielen Quests/Aufgaben und kann auch um Hilfe bei verschiedenen Aufgabenstellungen bitten.
Man sollte jedoch auch nicht verschweigen, daß es eine Gefahr bei diesen Spielen gibt. Bei einigen Spielern führen diese Spiele zur regelrechten Sucht und Flucht aus der Wirklichkeit. Es gibt Spieler, die verbringen tägliche etliche Stunden im Spiel und vernachlässigen dabei ihre normalen sozialen Bindungen. Das eventuell vorhandene Suchtpotential muss jedoch jeder Spieler für sich selbst einschätzen.
Amazon macht Apples iPad Konkurrenz
Amazon bringt den “kleinen Bruder” für das iPad heraus. Als weltgrößter Einzelhändler versucht Amazon jetzt, mit einem eigenen Tablet-PC den Marktführer Apple in diesem Bereich herauszufordern.
Der Kindle Fire ist zwar mit seinem Bildschirm von 17,8 cm (sieben Zoll) ein wenig kleiner als sein Vorbild und es ist auch vorerst nur eine WLAN-Verbindung vorgesehen und keine Mobilfunkverbindung, dafür soll er aber auch, wie Amazon in New York ankündigte, mit 199 Dollar (ca. 146 Euro) nicht einmal die Hälfte eines iPads kosten, das gleich mit etwa 500 Dollar zu Buche schlägt.
Der Fire ist mit 8 GB internem Speicher, einer USB 2.0-Schnittstelle und einem kratzfesten, gestenfähigen Display ausgerüstet. Das Surfen soll durch die Nutzung der Amazon Cloud Dienstes EC2 schneller möglich werden: Der eigene Browser “Silk” nutzt hierfür Ressourcen von EC2, der teilweise die Internetseiten vorberechnet und des Kindle Fire gleichzeitig, so daß die Rechenpower des Tablets nicht zu sehr belegt wird und eine recht hohe Geschwindigkeit möglich sein soll.
Man traut dem Fire zu, eine klare Konkurrenz zu Apples iPad zu werden, insbesondere da Amazon in seinem Online-Angebot auch eine riesige Palette von etwa 1 Million Büchern, über 100.000 Filmen, etwa 17 Millionen mp3-Songs und einen eigenen App-Store für Android-Systeme anbietet. Alle derzeit angebotenen Apps sollen auf Kindle Fire-Tauglichkeit geprüft werden. Außerdem sollen auch beliebte Spiele wie z.B. “Angry Birds” oder “Plants vs. Zombies” für den Fire angeboten werden.
In den USA sollen die ersten Exemplare ab Mitte November verschickt werden, Verkaufsstart und Preis in Deutschland sind derzeit noch nicht bekannt.
Facebook und die Timeline
Facebook hat eine neue Datensammelquelle eingeführt, die Timeline. Hier kann man seinen kompletten Lebenslauf mit Daten und Bildern so veröffentlichen, daß ihn auch andere Facebook-User sehen können.
Das mag zwar ganz nett klingen, aber man sollte schon genau überlegen, welche Daten man von sich selbst preisgeben will. Für die Kumpels mögen ja die Bilder der letzten Fete ganz nett sein, insbesondere wenn man dort nicht mehr ganz nüchtern oder nur noch sehr leicht bekleidet ist.
Aber wie sieht es aus, wenn der zukünftige Arbeitgeber bei einer Bewerbung eine kleine Internetrecherche macht und auf diese Fotos und Angaben stößt? Ob das die Chancen auf eine Anstellung erhöht?
Und Datenschützer warnen auch vor dieser weiteren Datensammlung. Über alle Daten, die man ins Netz stellt, hat man nicht mehr die volle Kontrolle. Jedes Bild, daß im Netz steht, jeder Artikel und alle Daten können kopiert werden und in fremde Hände geraten. Und was z.B. Facebook mit den gesammelten Daten anfängt, weiß man auch nicht genau. Und selbst wenn man die Daten wieder aus der Timeline löscht, zumindest Facebook hat in seinem Speicher eine Kopie der Daten, und ob diese Daten schon unbefugt kopiert und von einem anderen User an anderer Stelle erneut ins Netz gesetzt wurden, wer kann das schon mit Sicherheit sagen.
Ihr könnt ja einfach mal den Versuch machen und euren eigenen Namen unter Google eingeben. Einige von euch werden sich wundern, was sie alles über sich selbst im Netz finden. Und mit jeder neuen Angabe im Netz, ob in einem sozialen Netzwerk, in einem Beitrag in einem Forum oder Blog, und auch vielen anderen Netzaktivitäten steigt die Anzahl der Daten im Netz über jeden von uns. Also darauf achten, daß man nur die Sachen veröffentlicht, zu denen man auch in jeder Situation stehen kann.
Und auch so einfache Nachrichten wie: “bin jetzt 2 Wochen in Mallorca”, die für sich genommen doch recht harmlos sind, können bei gründlicher Recherche in mehreren Netzwerken evtl. mit eurem Namen und der Adresse und vielleicht noch der Telefonnummer kombiniert werden, was für Einbrecher eine regelrechte Einladung darstellt, wissen sie doch, daß ihr so schnell nicht wieder da seid.
Also immer überlegen, was ihr ins Netz stellt, und welche Einstellungen ihr wählt, damit nur die dafür vorgesehenen Leute diese Daten lesen können. In den meisten Netzwerken ist es z.B. möglich, die Daten nur Leuten zugänglich zu machen, die in eurer Freundesliste stehen. Wer dann aber jede Freundschafts-Einladung annimmt, oder gar in Gruppen ist wie z.B. “Wir machen ganz Deutschland zu Freunden”, bei dem ist auch bei dieser Einstellung die heftige Verbreitung der Daten vorprogrammiert.
Neue Trojaner und die Sicherheit
Wieder einmal sind zwei neue Trojaner unterwegs. Der erste ist Crypt.XPACK.Gen, der als Email-Anhang mit einem Video von Angelina Jolie lockt. Im Betreff steht: Angelina Jolie Free Video und im Anhang, wo man sich dann das Video erhofft, steckt dann der “verkleidete” Trojaner. Der zweite Trojaner heisst iBill und lockt mit einer angeblichen Abrechnung. Der Betreff: “Abrechnung 213851614859″, und wie immer, der Trojaner steckt im Anhang.
Aber warum kommen immer wieder neue Trojaner? Vermutlich, weil immer noch genug dieser Schädlinge durchkommen und aktiv werden können, was dann andere motiviert, es auch zu versuchen. Und da Windows hierzulande das meistverbreitete Betriebssystem ist, ist es auch das bevorzugte Ziel all derer, die Schadcodes produzieren/verbreiten.
Dabei ist es recht einfach, seinen PC zu schützen. Ein Virusprogramm ist grundsätzlich Bedingung, wenn man keinen reinen Stand-Alone-Computer betreibt. Sobald eine Verbindung zum Internet besteht, oder zu einem anderen Computer, der seinerseits auch (zumindest zeitweise) eine Verbindung ins Internet aufbaut, ist der eigene Rechner gefährdet. Mit einem Virenprogramm, daß sowohl die per Internet eingehenden wie auch die auf dem Rechner aktivierten Programme überprüft und einer normale Firewall (wie z.B. die Windows-eigene) ist man als Privatnutzer schon einigermassen gut geschützt. Viele der heutigen Virusprogramme überprüfen auch schon die eingehenden Mails, wodurch auch die Trojaner zu einem großen Teil ausgefiltert werden. Trotzdem sollte man darauf achten, Anhänge an Mails, die nicht aus vertrauenswürdigen Quellen stammen, sind grundsätzlich ein Risiko. Somit sollte man diese nicht ungeprüft öffnen. Wenn man diese Anhänge öffnen will, dann sollte man sie zuerst abspeichern, und sich danach die Endung anschauen. (hier darauf achten, daß die Einstellung des Windows- Explorers oder des entsprechenden Programms, mit dem man die Dateien ansieht, die Datei-Endungen nicht ausblendet) Wenn die Datei eine doppelte Endung hat wie z.B. .txt.exe oder .pdf.exe kann man schon direkt von einem Schadprogramm ausgehen. Da Windows in der Standard-Einstellung jedoch die bekannten Endungen ausblendet, bleibt da nur die harmlose Endung .txt oder .pdf übrig,was einem vermeintliche Sicherheit vorgaukelt.
Wenn man danach, falls die Datei eine normale Endung hat, die auf ein Dokument hinweist, diese Datei nochmals kurz mit dem Virenscanner überprüft, werden über 99% aller Bedrohungen aus Emails erkannt. Eine weitere Gefahr bei Emails sind html-Mails, die aktiven Schadcode mitführen/nachladen, hier sollte jedoch jedes gute Virenprogramm sofort einschreiten.
Wer diese Hinweise beachtet, sollte normalerweise recht geschützt surfen.
Intelligent Strom sparen
Die heutigen modernen Rechner sind nicht unerhebliche Stromschlucker. Bei einem aktuellen 2- oder 4-Kern-Prozessor mit einer leistungsfähigen Grafikkarte und 2 Festplatten kommen da schnell mal 800 bis 1000 Watt zusammen. Daher sind auch inzwischen die meisten Computernutzer dazu übergegangen, den Rechner auszuschalten, wenn sie ins Bett oder zur Arbeit gehen. Man lässt ja auch nicht in der kompletten Wohnung das Licht brennen, wenn man nicht da ist
, was ein etwa vergleichbarer Stromverbrauch wäre.
Aber was tun, wenn der Rechner noch nicht mit der Arbeit fertig ist, wenn man ihn alleine lässt? Manchmal läuft ja noch ein längerer Download, ein kompletter Virenscan ist fällig, oder die Festplatten mit ihrem “kleinen” Datenspeicher von nur 6 TB ;) müssen dringend wieder mal defragmentiert werden. Gerade die Wartungsoptionen macht man ja lieber, wenn der Rechner alleine läuft, damit die Performance-Einbußen nicht so heftig sind, insbesondere, wenn’s noch nicht der Ultra-Rechner ist. Wer auf einem 1,8 GHz-Pentium schonmal einen kompletten Defrag und einen intensiven Virenscan gleichzeitig hat laufen lassen, weiß, wovon ich rede.
Einige Programme bieten ja inzwischen die Option, nach Beenden des Vorgangs den Rechner von alleine herunterzufahren, aber was ist, wenn mehrere Prozesse laufen? Dann ist diese Option auch nicht ratsam. Falls das Programm mit der Option früher fertig ist als das andere, würde mitten im Programm heruntergefahren. Und die Folgen, die dabei entstehen können, sind nicht das, was wir haben wollen. Also bleibt nur die Option, den Rechner dann die ganze Nacht laufen zu lassen? Ein zeitgesteuertes Herunterfahren ist auch noch möglich, aber wann sind denn die Programme fertig? Gerade die Zeitangaben unter Windows sind doch oft eher ein Erheiterungsfaktor als aufschlussreich. Wer kennt das nicht? Jetzt steht auf dem Bildschirm “noch 34 Minuten”, 2 Minuten später sind es nur “noch 12 Minuten”, um danach plötzlich auf “2 Stunden” zu wechseln. Und wenn ein Programm sich mal wieder aufgehängt hat, hilft der zeitgesteuerte Shutdown oftmals auch nicht, da das System ihn dann blockiert.
Doch es gibt ein Programm, das hier wirklich Abhilfe schaffen kann. Intelligent Shutdown aus dem Programm der in-media KG bringt hier Abhilfe. Dieses Programm hat verschiedene Shutdown-Funktionen, die je nach Bedarf genutzt werden können:
- zeitgesteuert
- wenn die Prozessorlast unter eine definierte Grenze fällt
- wenn der Netzwerk-Traffic unter eine einstellbare Grenze fällt
- wenn ein Programm / Prozess beendet ist
In der inzwischen vorliegenden Version 3.0.x lassen sich nun auch verschiedene Bedingungen kombinieren oder auch vor dem Shutdown noch ein anderes Script/Programm starten. Und auch von einem Programm, daß sich aufgehängt hat, wird das Programm nicht unterbunden.
Das Programm gibt es in einer uneingeschränkten 30-Tage-Testversion, um in Ruhe testen zu können, ob es den eigenen Ansprüchen entspricht. Und die Registrierung nach Ablauf der Testzeit geht einfach, schnell und ist mit einem Preis von 9,95 € echt preiswert. Wenn man einmal ausrechnet, daß bei einem Rechner mittlerer Leistung (etwa 400-500 W), der ansonsten komplett durchläuft, beim Ausschalten nach Beendigung der Arbeit in einem(!!!) Monat mehr gespart werden kann (etwa 20€), als dieses Programm kostet, hat sich das Programm recht schnell bezahlt gemacht. Je nach Intensität der Nutzung hat das Programm also nach der Testphase bei der Registrierung dem Nutzer seinen Preis schon auf der Stromrechnung zurück-gespart.
Und noch ein kleiner Tip zum Abschluss:
Wir alle (ich spreche aus eigener Erfahrung) schalten ja die anderen Computer-Komponenten auch immer konsequent ab
OK, beim Monitor klappt das ja noch recht gut, aber wer denkt auch immer an die Boxen, den Drucker, den aktiven Hub, und was da der Kleinigkeiten mehr noch wären? Mit einer Master-Slave-Steckerleiste kann das Programm auch die vergessenen sonstigen Komponenten stromlos schalten. Sobald der Rechner, der ja in der Master-Steckdose steckt, abschaltet, sind auch die anderen an diese Leiste angeschlossenen Geräte ohne Strom, egal, ob man ans Ausschalten gedacht hat oder nicht.
Neue Top-Level-Domains für Deutschland
Nachdem das Bundeskabinett grünes Licht gegeben hat, können bayrische Webseitenbetreiber demnächst statt der Endung .de auch Domains mit der Endung .bayern registrieren. Und die Endung .berlin ist bereits in Planung. Es wird zwar voraussichtlich noch ein Jahr dauern, bis die ersten Domains registriert werden können, da die Ausschreibung für den privaten Vermarkter erst starten muss, aber damit wird Deutschland “bunter”.
Und wer weiß, vielleicht ziehen ja andere Bundesländer nach, dann gibts eventuell auch bald Endungen wie .nrw oder .mevo
neuer Facebook-Button
Webmaster können aufatmen. Der facebook-Button wurde “entschärft”. Der Heise Verlag hat auf seiner Seite www.heise.de eine neue Version des Facebook-Buttons vorgestellt. In dieser Version muss der Nutzer den Button zuerst mit einem Schalter auf “ein” stellen, bevor er ihn benutzen kann. Und solange der Schalter wie voreingestellt auf “aus” steht, kann facebook auch keinerlei Daten erheben.
Damit besteht für den Webmaster nicht mehr die Gefahr der unerlaubten Datenweitergabe, da der Besucher mit dem Einschalten ja explizit der Datenweitergabe zustimmt. Der Button funktioniert für alle social-networks und kann von interessierten Webmastern bei Heise kostenfrei übernommen werden. Es handelt sich um eine open-source-Lösung, die an eigene Bedürfnisse angepasst werden kann. Die Lösung ist variabel gestaltet und kann dem User auch so angeboten werden, daß er die Links für seinen Account permanent einschalten kann, oder so daß er bei jedem Mal explizit wieder bestätigen muss.
Mit dem folgenden Link kommt ihr direkt zum entsprechenden Artikel und der entsprechenden Downloadseite
bootbarer USB-Stick
Netbook mit defektem Betriebssystem – was nun?
Ein neues System auf den Computer aufspielen können ja die meisten Computerfreaks. Aber wie siehts beim Netbook aus? Kein Laufwerk für die CD, und ein externes Laufwerk per USB ist auch nicht bei jedem vorhanden.
Da bleibt nur die Alternative, vom USB-Stick zu booten. Aber ein System bootbar auf den USB-Stick zu bekommen, ist auch nicht jedermanns Sache. Ich habe inzwischen ein Programm gefunden, mit dem es recht einfach geht. UNetbootin ist ein Tool, mit dem solche Aktionen sehr komfortabel machbar sind. Und dieses Tool gibt es kostenfrei für alle Systeme, ob Windows, Linux oder MacOS X.
Es lädt automatisch eine beliebige Linux-Distribution herunter, kann aber auch eigene bootbare ISO-Files auf den USB-Stick schreiben. Somit könnt ihr auch von eurer eigenen original Windows-CD ein ISO-File erstellen und es dann auf den Stick schreiben.
Danach nur noch das Netbook im Setup auf “Booten über USB” einstellen (falls diese Einstellung nicht sowieso voreingestellt ist), und einer sauberen Neu-Installation steht nichts mehr im Weg.
Natürlich kann man mit diesem Tool auch andere bootbare ISOs nutzen, wie z.B. BartPE, Partitionierungsprogramme, Stand-alone-Systeme, Rettungsdisks für Viren-verseuchte Systeme oder ähnliches. In dieser Hinsicht sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Viel Spaß und Erfolg
